*
+

VSG – Verbundsicherheitsglas

Der französische Chemiker Edouard Benedictus entdeckte Verbundsicherheitsglas 1903 durch Zufall. Eine Flasche in seinem Labor fiel herunter, zerbrach aber nicht. In der Flasche war eine angetrocknete Flüssigkeit an das Glas angeklebt.

Die industrielle Herstellung des VSG erfolgt seit 1959. Dieses ist seit der Herstellung des Basisglas im Float-Verfahren möglich geworden.

Verbundsicherheitsglas VSG besteht aus zwei oder mehreren einzelnen Scheiben, die meist durch PVB-Folien miteinander verbunden werden.
Im Glasbruchfall hat VSG eine splitterbindende Resttragfähigkeit, so dass keine offenen Schnittkanten Verletzungen verursachen können. 

Bei einer Zerstörung der Glasscheibe bleiben die Splitterstücke an der Verbundfolie hängen. Die VSG–Scheibe fällt also nicht in sich zusammen und es werden die beschriebenen gefährlichen Splitter vermieden.

Bei Fahrzeugen ist die Splitterbindung in Frontscheiben seit vielen Jahren Vorschrift. Die Verwendung dieses sicheren Schicherheits-Glases in rahmenlosen Glas-Türen im Lebensraum von Menschen scheiterte bisher an funktionierenden Glasbeschlag-Systemen für VSG. Dieses ist unsere Motivation Beschläge für VSG selbst zu entwickeln und herzustellen.

VSG kann nach seiner Herstellung aus Basisglas durch die meisten kleineren Glaserei-Betriebe selbst geschnitten und die Kanten bearbeitet werden. Dieser Vorteil verringert die Herstellungszeit der Glastüren erheblich. Auch in Gebieten ohne ESG-Produktions-Anlagen (Härteofen) ist die Beschaffung von Türgläsern ohne unnötig weite sowie teure Glastransporte erheblich einfacher. Zum Beispiel auf Mallorca oder anderen ländlichen Gebieten der Welt ist diese Kostenreduzierung in Verbindung mit dem Splitterschutz sehr interessant.